Heute im TV: Ein überragender Hollywood-Film, der euch wieder an die Magie des Kinos glauben lässt

Als falscher Oscar-Gewinner ging La La Land in die Filmgeschichte ein, als er in der Kategorie Bester Film ausgerufen wurde, obwohl Moonlight gewonnen hatte. Dennoch konnte das Musical mit Ryan Gosling und Emma Stone von den 14 Nominierungen sechs Preise mit nach Hause nehmen. Der Film ist eine Liebesgeschichte, aber keine im klassischen Sinne, sondern eine an das Kino, die Kunst und die Leidenschaft.
Im Fernsehen zeigt ihn am heutigen Donnerstag, dem 1. Oktober 2026 um 20:15 Uhr der rbb, wo ihr den Film ohne Werbeunterbrechung genießen könnt. Die Wiederholung läuft in der Nacht zum Samstag um 0:15 Uhr. Alternativ findet ihr La La Land auch im Stream.
La La Land mit mit Ryan Gosling & Emma Stone ist ein Musical zum Träumen
Los Angeles ist eine Stadt, die aus Träumen gemacht ist. Wer hierherkommt, will hoch hinaus. So auch die Schauspielerin Mia (Stone), die in Cafés jobbt, von einem Casting zum nächsten hastet und auf den Partys versucht, die richtigen Kontakte zu knüpfen. Auf einer dieser Partys lernt sie den Musiker Sebastian (Gosling) kennen. Notgedrungen spielt er Cover-Songs, dabei schlägt sein Herz für Jazz.
Was die beiden verbindet, ist ihre ungeheure Leidenschaft. Aus einem Flirt wird eine Beziehung. Mia und Sebastian unterstützen sich und gehen neue Wege, um ihren Traum zu verwirklichen. Doch je erfolgreicher sie sind, desto schwieriger wird ihre Beziehung. Nun droht das verbindende Element ihrer Träume sie auseinanderzutreiben.
La La Land: Perfekte Mischung aus Nostalgie und Moderne
Regisseur und Drehbuchautor Damien Chazelle inszeniert Los Angeles wie eine gigantische Filmkulisse und verbindet moderne Romantik mit der Ästhetik klassischer Hollywood-Musicals. Mit bunten Farben, Vintage-Kostümen und magischen Settings erschafft er eine Welt, die genauso nostalgisch wie modern wirkt.
La La Land ist ein Film, der mit seinen Tanznummern, eingängigen Songs und nahbaren Figuren richtig viel Spaß macht, gleichzeitig aber auch zu Tränen rührt. Wir erleben mit Mia und Sebastian die Höhen und Tiefs ihrer Karrieren und ihrer Beziehung. Trotz purer Romantik mit wunderschönen Kulissen driftet das Musical nie in den Kitsch ab.
- Mehr: Laut Psychologen haben Menschen, die in den 80er und 90er Jahren aufgewachsen sind, wegen Happy Ends einen Fehler entwickelt
Ihm gelingt es eben auch, die Schattenseiten dieser Traumwelt zu beleuchten und zu zeigen, welcher Preis oftmals damit verbunden ist. Dabei gibt es keine Schuldzuweisungen; vielmehr schwingt eine Wehmut mit, wenn die Figuren an ihrer Leidenschaft zu scheitern drohen.
Am Ende ist La La Land nicht nur eine Liebeserklärung an den Film, sondern auch an die Kunst im Allgemeinen oder vielmehr an jene, die sie ausüben. Besonders eindringlich zeigt das Emma Stone in dem Song The Fools Who Dream während einer Audition-Szene. Ohne Choreografie, auffälliges Kostüm oder Make-up sieht man während des vierminütigen Liedes vor allem ihr Gesicht, das uns durch sämtliche Emotionen mitnimmt.
Auch Ryan Gosling lässt seinen üblichen Charme spielen und zeigt eine facettenreiche Performance sowie ein wunderschönes Klavierspiel. Die Chemie der beiden stimmt einfach – das konnte man schon bei Crazy, Stupid, Love. sehen, und genauso gut funktionieren sie auch als Paar im Musical.
La La Land ist anders, als man sich einen Liebesfilm vorstellt. Er versteht es, zu überraschen und Moderne und Klassik perfekt zu vermischen. Am Ende entlässt er sein Publikum mit eben jener nostalgischen Wehmut, die noch lange nachhallt.



