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Kino 14.09.2026

Jetzt zur Feier von 60 Jahren Star Trek streamen: Die Sci-Fi-Saga war nie besser als während dieser Filme

Jetzt zur Feier von 60 Jahren Star Trek streamen: Die Sci-Fi-Saga war nie besser als während dieser Filme
Das umfangreiche Star Trek-Franchise wurde gerade erst 60 Jahre alt. Für Filmfans, die nicht wissen, wo sie anfangen sollen, haben wir einen galaktischen Streaming-Tipp.

Hört nicht auf jene, die euch vormachen wollen, ihr müsstet erst mehrere Serienstaffeln durchbingen, um in Star Trek einzusteigen. Auch braucht ihr euch nicht als Kompromiss auf das verwässerte Hochglanz-Reboot von 2009 einlassen, um reinzukommen. Ihr habt dank kultureller Osmose eine ungefähre Ahnung davon, wer Captain Kirk (William Shatner) und die USS Enterprise sind? Perfekt, das reicht vollkommen.

Dann könnt ihr nämlich dort anfangen, wo es am allerschönsten im ganzen Star Trek-Universum ist: bei der sechsteiligen Filmreihe mit der Originalserien-Crew aus Raumschiff Enterprise.

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Die Star Trek-Originalserie lief von 1966 bis 1969 und war schon eine ganze Weile vorüber, als Franchise-Vater Gene Roddenberry sich in den 70ern um eine Folgeserie namens Phase II Gedanken machte. Diese wurde schließlich aufgegeben, um stattdessen einen Film zu drehen, der zu einer ganzen Reihe avancierte. Sechs Teile davon mit altbekannten Charakteren der Enterprise-Crew, die ihr bei Paramount+ im Stream findet.

Star Trek – Der Film (1979)

Unter einigen Trekkies herrscht die Binsenweisheit, dass sich nur die geraden Nummern der Filmreihe lohnen. Und vielleicht macht Star Trek – Der Film es einem als Einstieg nicht ganz einfach: Es geht mehr um große Ideen und psychedelische Weltraumsequenzen, die sich an 2001: Odyssee im Weltraum anlehnen, als um explosive Raumschiff-Action. Dabei ist der Franchise-Eintrag von Robert Wise fast noch die reinste Form intelligenter Science-Fiction, bei der James T. Kirk zunächst als ehemaliger Captain auf die Enterprise zurückkehrt. Gerade rechtzeitig, wie sich herausstellt, denn eine mysteriöse Entität namens V'Ger durchquert das All auf der Suche nach ihrem Schöpfer und legt dabei alles in Schutt und Asche, was ihr in den Weg kommt.

Wer den beigen 70er-Uniformen, langen Beauty-Shots der für viele nostalgischen USS Enterprise und charmanten Retro-Effekten im Look eines LSD-Trips etwas abgewinnen kann, ist hier definitiv richtig beim unterschätztesten Film der gesamten Reihe. Wer es doch etwas rasanter mag, sollte beim zweiten Film einsteigen.

Star Trek II – Der Zorn des Khan (1982)

Er gilt so sehr als Goldstandard, dass mehrere spätere Filme erfolglos versuchten, Magie und Formel dieses Highlights zu kopieren. Die Rede ist natürlich von Star Trek II – Der Zorn des Khan von Regisseur Nicholas Meyer. Ein Film über das Altern und den Tod, dessen zentrales Katz-und-Maus-Spiel im Weltraum mit Parallelen zum Literaturklassiker Moby Dick gespickt ist. Der herrlich überlebensgroß gespielte Supersoldat Khan Noonien Sing (Ricardo Montalban) aus der Originalserie kehrt darin zurück und will Rache an Kirk, der ihn und seine Mannschaft auf einem öden Planeten zurückgelassen hat.

Macht euch keine Gedanken darüber, dass die Handlung lose an die Serie anknüpft. Auf diesen gelungenen Star Trek-Film können sich alle einigen. Ganz zu schweigen vom dramatischsten Showdown, bei dem kaum ein Trekkie ohne Taschentücher auskommt und der wohl besten Performance von William Shatner, dessen über die Jahre gewachsene Karikatur seinem Können wirklich nicht gerecht wird.

Star Trek III – Auf der Suche nach Mr. Spock (1984)

Spock-Darsteller Leonard Nimoy übernahm höchstpersönlich die Regie bei den nächsten beiden Filmen. Und während andere Teile der Reihe allgemeinhin als schlechter gelten, macht sich Star Trek III – Auf der Suche nach Mr. Spock höchstens schuldig, aggressiv mittelmäßig zu sein, während er die undankbare Aufgabe hat, auf das großartige Der Zorn des Khan folgen zu müssen. Kirk und Co. stehlen darin die ausrangierte Enterprise, um sich auf die Suche nach ihrem verlorengeglaubten Kameraden zu machen.

Dabei geraten sie mit einer Gruppe Klingonen aneinander, deren Kommandant Kruge von einem der überraschenden Gaststars gespielt wird: Sci-Fi-Superstar Christopher Lloyd (Zurück in die Zukunft). Insgesamt ein sehenswerter Film – good, not great.

Star Trek IV – Zurück in die Gegenwart (1986)

Nimoys größerer Wurf gelang ihm einen Film später mit dem leichtfüßigen Zeitreiseabenteuer Star Trek IV – Zurück in die Gegenwart. Eine mysteriöse Sonde macht der Erde darin zu schaffen, während sie zu Klängen von Walgesang die Welt terrorisiert. Das Problem: Wale, die darauf reagieren könnten, sind längst ausgestorben, weshalb Kirk und seine Crew mit dem gekaperten Klingonenschiff aus dem letzten Film in die Vergangenheit reisen. Ein Öko-Abenteuer zur Rettung der Wale in der damaligen Gegenwart der 1980er beginnt.

In dieser wunderbaren Fish-out-of-Water-Story glänzen nicht nur Spock als Buckelwalflüsterer und Charmeur Kirk, der die Marinebiologin Dr. Taylor (Catherine Hicks) um den Finger wickelt. Auch Uhura (Nichelle Nichols), Sulu (George Takei), Pille (DeForest Kelley) und Chekov (Walter Koenig) erleben eigene Abenteuer, während sie versuchen, die Rückreise vorzubereiten – was besonders beim russischen Crew-Mitglied während des Kalten Krieges zu Komplikationen führt.

Star Trek V – Am Rande des Universums (1989)

Nachdem sein Kollege dran war, wollte auch Kirk-Darsteller William Shatner Regie bei einem Film führen, lieferte dabei aber das schwarze Schaf der Reihe ab. Gestattet uns aber, eine kleine Weltraumlanze für Star Trek V – Am Rande des Universums zu brechen, denn hier gibt es viel mehr zu mögen, als der Negativkonsens uns erlauben möchte. Mit Spocks Halbbruder Sybok (Laurence Luckinbill) haben wir es schon mal mit dem faszinierendsten Bösewicht seit Khan zu tun – ein emotionaler Vulkanier, der anderen via Gedankenverschmelzung den Seelenschmerz nehmen kann und dadurch zu einer Art Kultanführer wird.

Mit seinen mentalen Fähigkeiten gewinnt Sybok auch einige Crew-Mitglieder der Enterprise für sich und entführt das Raumschiff, um sein ultimatives Ziel zu erreichen: Gott im Zentrum der Galaxie zu finden. Diese ambitionierte Prämisse kommt vielleicht nicht komplett so zusammen, wie Shatner es sich ausgemalt hatte, bringt aber dramatische Momente, einen unvergesslichen Uhura-Fechertanz und eines der denkwürdigsten Zitate des ganzen Franchise mit sich: "Wozu braucht Gott ein Raumschiff?"

Star Trek VI – Das unentdeckte Land (1991)

Khan-Regisseur Nicholas Meyer kehrte für den großen Abschied der Originalserien-Crew zurück und erfüllte alle Erwartungen. Nach einer überaus abwechslungsreichen Reihe inklusive Sci-Fi-Psychedelika, Rachedrama und Zeitreisekomödie enden wir in Star Trek VI – Das unentdeckte Land auf einem spannenden Polit-Thriller, der an den Fall der Sowjetunion angelehnt ist. Nachdem der klingonische Energiegewinnungsmond Praxis explodiert ist (das Tschernobyl des Alien-Imperiums), bemüht sich Kanzler Gorkon (David Warner) um friedliche Verhandlungen mit der Föderation. Doch einige Krieger sehen diesem Frieden genauso borniert und skeptisch entgegen wie Kirk selbst.

Als dann auch noch ausgerechnet die Enterprise auf das Diplomatenschiff des Kanzlers feuert und es zu einem politischen Attentat kommt, droht der zerbrechliche Frieden für immer unter einer intergalaktischen Verschwörung begraben zu werden. Es liegt ein letztes Mal an der alteingesessenen Enterprise-Crew, das unentdeckte Land – die Zukunft – in trockene Tücher zu manövrieren. Ein würdiger Abschluss für die legendäre Mannschaft.

Wer danach immer noch nicht genug hat, kann mit Star Trek VII – Treffen der Generationen weitermachen, in dem einige Charaktere erneut auftreten und den Star Trek-Staffelstab an Captain Picard und seine Leute aus der zweiten Filmreihe des Franchise abgeben. Es ist dann nur schade um den runden Abschluss, den man mit Star Trek VI erhält.

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