Muse über Social-Media-Namensänderung, Meta und Mark Zuckerberg: "Er ist ganz okay"
Bei einem Event von Iheartradio befragte das Radio Muse-Frontmann Matt Bellamy zu dem kürzlich stattgefundenen Wechsel der Namen des Social-Media-Accounts von Muse. Bellamy reagierte gelassen und erzählte sogar, dass Meta-Chef Mark Zuckerberg ihm vorab die Beta-Version der KI geschickt habe. “Er [Mark] ist ganz okay, er ist gar nicht so schlimm”, sagte Bellamy.
Weiter erklärte er, dass Zuckerberg den Namen nicht gestohlen habe: “Wir haben darüber gesprochen. Er hat mich eingeladen, ihn zu treffen, und dann haben wir darüber geredet. Es geht um die markenrechtliche Seite. Ich sagte: ‘Mach keine Musik, mach kein Merch’. Ich kann also im Prinzip Muse-KI-Shirts machen, aber keine Muse-KI.”
About the Meta AI Muse pic.twitter.com/MwBAxaBF3Y
— Muse Info Fr (@museinfo_fr) September 20, 2026
Matt Bellamy doch Freund von Algorithmen?
Seine Einstellung wirkt überraschend gelassen. Der Muse-Frontmann baute den Songkatalog der Band über die Jahre nämlich mit zahlreichen Texten aus, die sich gegen die Übernahme von Maschinen und Algorithmen stellen. Beispielsweise auf “Drones” und “Simulation Theory”. Der neue Meta-KI-Agent soll mithilfe der verfügbaren personenbezogenen Daten der User als eine Art persönlicher Assistent fungieren. Zu seinen Aufgabenbereichen fallen bürokratische und organisatorische Aufgaben, die Tätigung von Käufen, das Erstellen und Erinnern an Termine und Pläne und so weiter. Die Meta-KI macht also eigentlich genau das, worüber und wogegen Bellamy schon vor Jahren gesungen hat.
Neben datenschutzrechtlichen Problemen in Verbindung mit Einzelpersonen kann KI vor allem auch auf künstlerische Bereiche einen schweren negativen Einfluss haben. Die Streamingplattform Deezer teilte dieses Jahr beispielsweise mit, dass fast die Hälfte aller neu hochgeladenen Songs KI‑generiert sei.
Mehrere Künstler:innen unternahmen in der Vergangenheit Protestaktionen, um der gesellschaftlichen Normalisierung von KI entgegenzuwirken. So veröffentlichten Anfang 2025 mehrere Musiker:innen ein stilles Album und auch Smashing Pumpkins-Sänger Billy Corgan fand klare Worte gegen KI-Nutzung in der Musikbranche.
Der Beitrag Sieht Namensabtritt an Meta gelassen erschien zuerst auf VISIONS.de.
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